Behinderungen der Schifffahrt durch eisige Temperaturen am Main-Donau-Kanal möglich

26.02.2018 – Derzeit zieht eine Kältewelle über Bayern mit Temperaturen bis zu minus 20 Grad. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt geht davon aus, dass es durch die zweistelligen Minusgrade in in einem ersten Schritt zu einem Nachtfahrverbot für die Binnenschifffahrt kommt. Die Experten rechnen vor allem in der zweiten Wochenhälfte mit stärkeren Behinderungen auf dem Main-Donau-Kanal.

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Bild: Thomas Prüfer, Nürnberg

Eisbrecher tagsüber im Einsatz

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg ist zuständig für den 172 Kilometer langen Kanal zwischen Bamberg und Kelheim. Durch seine Lage ist der Kanal sehr kälteempfindlich.”Da der Main-Donau-Kanal zum Teil gut 400 Meter hoch liegt und kaum Durchfluss hat, ist er empfindlich gegen eisige Temperaturen,” so Amtsleiter Guido Zander.

Wenn der Kanal langsam zufriert, kämpfen zunächst Eisbrecher und Mitarbeiter des Amtes tagsüber gegen das Eis. Wird das Eis zu dick, muss die Schifffahrt komplett eingestellt werden. Zuletzt war das im Januar 2017 der Fall – nach fünf eisfreien Jahren. Vier Wochen lang gab es deshalb für die Binnenschiffer auf dem Main-Donau-Kanal kein Durchkommen mehr.